Samstag, 11. 6.
Früh um halb fünf brechen wir auf, es ist ein langer Weg.
Es ist knackig kalt und wir brauchen unsere Pullover und Jacken, und
das im Süden Italiens Mitte Juni!
Die Genua zieht und der Motor schiebt, so
dass wir um 16.00 Uhr die Hacke Italiens erreichen.
Susan und Robin sind schon da, kurz darauf
kommt noch ein zweites englisches Schiff aus Gallipolli. Über das
ganze Hafengebiet und der Stadt plärren die Lautsprecher, irgendwas
ist hier los. Kleine Wasserflugzeuge drehen ihre Runden und machen ziemlichen
Lärm, später gibt es sogar eine kleine Airshow.
Auf der "Delicatus" von Robin
und Susan sitzen wir alles sehr nett zusammen und plaudern.
Sonntag, 12. 6.
Wie im Führer schon vorausgesagt, ist der Schwell im Hafen so schlimm,
dass man kaum Schlaf bekommt. Das und der stolze Preis von 46 Euro bewegen
uns dazu, gleich dem Aufwachen um sieben Uhr von hier wieder zu verschwinden,
natürlich erst nachdem wir uns den Wetterbericht angehört
haben. Wir machen richtig Fahrt über den Golf von Taranto. Etwa
in der Mitte - ringsum kein Land in Sicht - springen Delfine direkt
neben dem Boot aus dem Wasser! Sie sind viel heller und kleiner wie
die, die wir bisher gesehen haben. Später am Nachmittag legt der
Wind kräftig zu, zum Glück haben wir früh genug gerefft.
Mir ist es etwas bange vorm Segel runterholen bei diesem Wind, aber
Rainer schafft das prima ohne die von mir gefürchtete Schaukelei!
Die neue Marina Ciro Marina ist ein Teil der touristischen Erschliessung
Kalabriens. Es gibt Schwimmstege mit Wasser und Stromanschluss. Alle
sind jedoch von Fischerbooten belegt, Stromanschluss funktioniert nicht,
Duschen und Toiletten gibt's nicht. Es gibt keine Verwaltung, die sich
darum kümmert, nichts. An der Kaimauer liegt schon ein italienisches
Boot, die "Lady Pina" von Sophie und Sergio, die wir dann
kennenlernen. Sophie ist Deutsche, sie kommen aus Como, sind irgendwann
in La Spezia gestartet, waren rund um Sizilien und wollen jetzt an die
Ostküste. Sie geben uns viele Tips, irgendwann braqucht man sie
sicher. Kurz nach uns kommen Hollönder, und als dann noch eine
deutsches Boot kommt, rücken alle ein bisschen zusammen, damit
es für die auch noch reicht. Das Paar auf der "Ikarus"
kommt aus Speyer und war seit gestern früh non-stop unterwegs.
bis
Reggio di Calabria