Mittwoch, 18. 5.
Der Himmel ist bedeckt und der Wind bläst, auch in unserem kleinen Hafen.
Wir warten noch ein Weilchen ab, dann laufen wir um ½ 11 doch aus. Hätten wir besser nicht gemacht, denn ausserhalb dem Schutz der Bucht pfeift der Jugo dann richtig, schlimmer sind die hohen Wellen, die sich aufgebaut haben. Unser Schiff wird ziemlich hin- und hergeschaukelt, in der Kajüte rummst und scheppert es. Aber das ist mir ziemlich wurscht, mir ist nämlich kurz vor schlecht. Nach 1½ Stunden sind wir auf der anderen Seite im Schutz der Inseln vor Dubrovnik. Wir ankern für eine halbe Stunde, entschliessen uns dann aber weiter nach Dubrovnik zu fahren. Der Wind lässt auch nach und die Wellen sind nicht mehr so hoch.

Die ACI Marina liegt in einem tiefen Bergeinschnitt vor Dubrovnik. Sie wurde im Krieg 1991-95 ziemlich zerstört und befindet sich immer noch (oder schon wieder?) im Aufbau. Die Duschen sind in einem Container, sauber und in Ordnung, aber doch ziemlich klein. Jetzt ist das zwar in Ordnung, aber bei Hochbetrieb in der Saison möchte ich mir das lieber nicht vorstellen.

 

Donnerstag, 19. 5.

Mit dem Bus ist man in 15 Minuten in der Altstadt von Dubrovnik.

Die Stadt war im Krieg ziemlich unter Beschuss und über 400 Dächer waren zerstört. Aber von der Zerstörung ist kaum mehr was zu sehen, fast alle Dächer leuchten in hellem Ziegelrot, ein Zeichen, dass sie neu gedeckt sind.

Ringsum die Altstadt gibt es richtige Hinterhöfe und auch die kleinen Dachterassen sehen richtig gemütlich aus.

Der Spaziergang über die alte Stadtmauer ist ein Muss.

Die Stadt selbst ist überflutet von Touristen, hauptsächlich US Amerikanern, Florida muss fast ausgestorben sein!

Freitag, 20. 5.
Die ganze Nacht pfeift der Wind. Die Bora fängt sich in den Bergen rund um die Marina, jede Minute kracht eine Bö herunter, wir machen kaum ein Auge zu. Eigentlich wollten wir heute weiter, aber der Wetterbericht verspricht auch für draussen nichts Gutes. Das müssen wir uns nicht antun. Dabei ist das Wetter ja schön und der Himmel blau, nur Wind ist zu viel und ausserdem ist es kalt, wir hätten jetzt mal schönes Wetter verdient.

Jetzt am Wochenende ist es voller in der Marina, die Duschen im Container sind bei dem Betrieb eine Zumutung, besonders bei dem Preis den sie verlangen.
Rainer braucht eine Auszeit von der mediteranen Kost und reibt auf der Parmesan Reibe Kartoffeln für Kartoffelpuffer - Respekt!

 

von Dubrovnik nach Lastovo