Freitag, 13. 5. bis Pucisca/Brac
Schon wieder eine Regatta! Bei dem Wind ist das allerdings "Steh-Segeln".

Die Insel Brac ist wegen ihres kalksteinweissen Marmors berühmt, aus dem weltbekannte Prachtbauten errichtet wurden wie zum Beispiel das Weisse Haus in Washington. Allerdings wirkt der Steinbruch so weiss nicht, vielleicht kommt die Farbe beim Polieren.

Die alte Stadt Pucisca ist die Stadt der Steinmetze. Der kleine Hafen wirkt recht beschaulich, viel ist hier nicht los.Die Kirche mit dem Zwiebeltürmchen hat innen eine hellblaue Stuckdecke und einen Kronleuchter in der gleichen Farbe.

Am Abend wird es allerdings ziemlich laut, das örtliche Blasorchester hat Probestunde und übt sich im Walzer spielen.

Samstag, 14. 5.
Radio Split warnt immer noch vor dem Kühlschrank, zum Glück befindet er sich nicht in unserer Fahrtrichtung.
Am Abend finden wir einen Ankerplatz am westlichen Ende der Halbinsel Peljesac. In der Nacht erwischt uns ein Gewitter am rechten !!! Rand. Gigantisches Wetterleuchten und Blitze, aber kein Donner. Das Küstengebirge ist hell erleuchtet. Rainer steigt in seine gelben Klamotten und passt auf. Wir drehen uns um 360°, aber der Anker hält.

Sonntag, 15. 5.
In der Meerenge zwischen Peljesac und Korcula herrscht Düseneffekt und Strömung, natürlich wie immer von vorne. Bald liegen wir im Hafen von Korcula.

Die Stadt Korcula liegt auf einer fast kreisrunden Halbinsel, die fast ganz vom Meer umschlossen ist.

Die engen Gassen durchziehen die Stadt in leichtem Bogen in Ost-West-Richtung. So werden die kalten Nordwinde abgehalten und gleichzeitig wird erreicht, dass im Sommer die heisse Mittagssonne nicht eindringt.

Marco Polo soll hier geboren sein, vom Turm seines Geburtshauses hat man eine tolle Aussicht über die Dächer der Stadt.

In der Saison werden in Korcula Schwertkämpfe aufgeführt, jetzt können wir die Uniformen nur in einer Ausstellung besichtigen.

Montag, 16. 5. und Dienstag, 17. 5.
Die Meerenge wird nach Korcula breiter, damit lässt auch der Düseneffekt nach. Für ein Weilchen können wir sogar die Segel hochziehen. Ich sehe 4 (?) Delfine die gemächlich nach Norden ziehen.
Mljet ist die am dichtesten bewaldtete Insel Kroatiens. Es gibt dichte Kiefern- und Steineichenwälder.

Der winzige Ort Okuklije liegt in einer fjordähnlichen Bucht, von aussen so gut wie nicht einzusehen. Es gibt nur ein paar Häuser und mehrere Restaurants, die sich um die Gäste streiten.

Hoch über der kleinen Bucht gibt es eine Kapelle und noch weiter oben eine zugewachsenen Grotte. Der Spaziergang hinauf verschafft uns ein bisschen Bewegung.

Von ganz oben sieht man weit in Richtung Italien.

 

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