...bis Trogir

Donnerstag, 5. Mai
Der Wirt von Villa Rava läutet zum Abschied seine grosse Glocke und winkt. Wir können gleich die Segel setzen - d.h. nachdem wir den ins Wasser gefallenen Fender wieder rausgefischt haben. Ringsum türmen sich Gewitterwolken auf. In der grossen Bucht Telascica finden wir ausreichend Schutz, falls was kommen sollte
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Freitag, 6. Mai
Über Nacht hat sich der Wind beruhigt, aber der Schein trügt. Zwischen den Inseln der Kornaten pfeift der Wind doch ziemlich. Nach einer kurzen Fahrt drehen wir um und gehen nach Telascica zurück, da wissen wir was wir haben

Samstag, 7. Mai
Von 0 kn beim Ablegen bis 22 kn im Hafen von Vodice steigert sich der Wind und wir sind froh als wir festliegen. Das Städtchen ist nicht sehr aufregend, nur an der Promenade herrscht Betrieb. Sonst ist alles noch ziemlich zu. Es gibt einen Markt für Obst und Gemüse und einen Supermarkt, das ist ja auch schon was.

 

Sonntag, 8. Mai Vodice
Der Wind bläst mit über 20kn selbst im Hafen. Anlegen ist da kein Spass, was man bei den 55 Regatta Seglern, die gegen Abend reinkommen deutlich sehen kann.

Montag, 9. Mai bis Mirine
Langsam hangeln wir uns nach Süden. Wenn's nur nicht so kalt wäre! Warum habe ich bloss die Skiunterwäsche zu Hause gelassen? Am Ende der Bucht gibt es eine antike Steinmauer, die im 15. Jahrhundert zur Abwehr von Angriffen der Osmanen gebaut wurde.

Dienstag, 10. Mai bis Trogir
Die ersten zwei Stunden werden wir von einem "Distress Call" genervt. Aus dem Funkgerät kommt ein ohrenbetäubender Lärm. Trotz Bestätigung unsererseits keine Antwort, nix. Alle vier Minuten dasselbe Spiel. Im Falle eines Notfalls ist das ja in Ordnung, der Sender wartet auf Hilfe. In diesem Falle aber hat jemand diesen Alarmknopf ermutlich aus Versehen gedrückt - ohne Zeit und ohne Position, d.h. er liegt in einem Hafen. Er ist sich wahrscheinlich garkeiner Schuld bewusst und er hört den Lärm ja nicht. Nach zwei Stunden ist endlich Ruhe. Nachdem aber weder die Küstenwache noch das Hafenamt irgendwie reagiert haben, kommen doch Zweifel an der Effektivität dieses Systems auf.
Am frühen Nachmittag erreichen wir Trogir.

Mittwoch, 11.Mai
Regen! Muss das sein? Als es nur noch tröpfelt, marschieren wir über die Brücke nach Trogir. Trogirs mittelalterliche Altstadt liegt auf einer künstlichen Insel, vermutlich liess sie sich so besser verteidigen. Es gibt viele verwinkelte Gässchen, durch die kein Auto passt. Trogir ist gezwungenermassen autofrei.

Die Stadt hat ihren mittelalterlichen Charakter bewahrt, auch wenn die kleinen Plätze mit den Tischen und Sonnenschirmen der Lokale zugestellt sind.

Das mächtige Kastell wurde im 14. Jahrhundert erbaut und dient heute als Freilichtbühne.

....bis Split