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Dienstag, 28. 6. Mit einem kleinen Twingo erkunden wir Apulien. Die Steilküste ist hier bis zu 100m hoch. Von oben sieht man in wunderschöne Buchten, die, wenn überhaupt, nur mit dem Boot zugänglich sind. Auf der anderen Seite der Strasse zwischen Steinmäuerchen endlose Olivenplantagen und dazwischen immer wieder die stumpfkegeligen Trullis des Salento. Die schwefelhaltigen Quellen von San Cesareo Therme locken viele Besucher an. Mitten in der Stadt zwischen den Klippen eine Badeanlage, die sicher sehr alt ist. Dazwischen ein winziger Hafen für kleine Fischerboote. Otranto ist die östlichste Stadt Italiens, nach Albanien sind es nur 70km. Durch dicke Mauern gelangt man die hübsche Altstadt. Lecce ist die Hauptstadt des Salento, man nennt die Stadt auch das "Barock des Südens". Kirchen und Gebäude sind unglaublich überladen verziert und verschnörkelt. Das römische Amphitheater wurde erst 1930 entdeckt und ausgegraben. Eigentlich ist man immer noch am Ausgraben. Hier steht auch die Schwestersäule von Brindisi, die zusammen das Ende der Via Appia symbolisieren. Auf die Säule in Lecce hat man den Stadtheiligen draufgepflanzt. Als dritte Stadt unserer Rundtour durch Apulien besuchen wir Gallipolli am Golf von Taranto. Die Altstadt liegt auf einer Insel und ist nur mit einer Brücke mit dem Land verbunden. Wir lassen uns durch die gemütliche Altstadt treiben. Zufällig kommen wir an einer alten unterirdischen Ölpresse vorbei. Nur hier in Gallipolli wurde aus Oliven Lampenöl für ganz Europa hergestellt, 35 gefüllte Schiffe verliessen täglich den Hafen. Mit der Entdeckung und Entwicklung der Elektrizität wurde Lampenöl überflüssig und erst jetzt wurde Öl zum Verzehr produziert. |